Das Modell "Caprice" bezeichnete von 1965 an die luxuriöseste Ausstattungsvariante
der Chevrolet Full-Size-Passenger Car Modelle. Die bis dahin als "Impala" bekannte Top-Version
wurde dem Caprice von da an untergeordnet. Bel Air und Biscane wurden ebenfalls weiter angeboten,
wanderten aber an das untere Ende der Ausstattunglinie.
Im Modelljahr 1973 wurde aus dem Caprice der "Caprice Classic" und die Bauform blieb von da an mit
minimalen Abweichungen dem 73er Modell sehr ähnlich, lediglich Rücklichter und Frontmaske wurden von
Jahr zu Jahr verändert . In den USA zählt die Fornt / die Bauform des 76er Caprice Classic Modells
zu den beliebsten Bodystyles der 73-76er Jahrgänge. Eine 76er Frontmask ist dort für die Umrüstung auf
den Look des jüngeren Modells sehr begehrt.
Das Jahr 1976 war das letzte Modelljahr der echten, grossen Chevy Fullsizes. Auf Grund der Ölkrise verlangten
die Kunden zunächst kleinere Motoren und im Zuge dessen auch kleinere und leichtere Karosserien. 1976 wurde dh.
erstmals wieder ein kleiner 350er Motor angeboten mit 2-fach Vergaser angeboten. Dieser zeichnete sich durch
geringen Wartungsaufwand, Laufruhe und sehr geringen Spritverbrauch aus.
In Deutschland ist meistens nur die neue Bauform (ab 1977) anzutreffen. Ein echter Fullsize im alten 73er-76er Bodystyle
ist hier und in Europa sehr selten. Doch auch in den USA werden 76er Modelle in gutem Zustand immer seltener. Der Grund:
Chevy verwendete ab 1974 statt US Stahl billigeren Import-Stahl aus Asien. Dieser war in großem Maße rostanfällig weshalb
die meisten Autos heute mit starkem Rost in der Bodengruppe zu kämpfen haben.